Panorama-Tour Ottensteiner Hochebene

Lebendige Orte

Projektträger

Gemeinde Halle

Durchführungsort/-gebiet

Dohnsener Str. 25, 37620 Halle

Der Radtourismus bildet die erste Säule für die touristische Entwicklung im Weserbergland, der Weser-Radweg ist eines der herausragenden touristischen Highlights in der Region und in der jährlichen ADFC-Radverkehrsanalyse stets auf den vordersten Plätzen zu finden. Auch auf der Ottensteiner Hochebene wird seit langem diskutiert, wie man die besondere, weite und offene Landschaft für Fahrradtouristen besser erschließen kann. Schon in der Agrarstrukturellen Entwicklungsplanung aus dem Jahr 2001 wird der Wunsch nach einer reizvollen Radwegeverbindung zwischen den Ottensteiner und den Pyrmonter Bergdörfern, aber auch zur Weser und damit zum Weser-Radweg formuliert. Dank der immer stärker verbreiteten Nutzung von E-Bikes und Pedelecs ...können immer mehr Menschen die mit einer Tour auf oder über die Hochebene verbundenen Entfernungen und Höhenunterschiede meistern.

Mit konkreten Ideen zur Stärkung des Fahrradtourismus auf der Hochebene beschäftigt sich eine aus dem Prozess der Dorfentwicklung hervorgegangene Projektgruppe seit Jahren. Sie schlägt nun vor, eine rund 30 km lange Runde als „Panoramatour“ mit definierten Aussichtspunkten auszuweisen. Die Strecke führt von Ottenstein über Lichtenhagen, Eichenborn, Neersen, Vahlbruch und Meiborssen bis hinunter nach Brevörde an die Weser, wo über die Fähren in Polle und Grave ein Anschluss an den Weser-Radweg möglich ist. Durch den Wald und die Feldflur führt die Tour dann wieder hinauf nach Ottenstein. Die Strecke verläuft überwiegend auf befestigten Wirtschaftswegen und ist gut mit dem E-Bike/Pedelec befahrbar. Neben zwei mit Infotafeln versehenen Einstiegspunkten ist eine durchgehende Ausstattung mit der gängigen Radverkehrsbeschilderung gemäß FGSV-Standard geplant, außerdem sollen mehrere Rastplätze zum Verweilen und Genießen der Landschaft einladen.

Nachdem eine Realisierung der Projektidee im Rahmen der Dorfentwicklung nicht möglich war, hat sich die Gemeinde Ottenstein die Idee zu eigen gemacht und strebt nun die zügige Umsetzung im Rahmen eines LEADER-Projektes an. Ein versiertes Planungsbüro soll die Gemeinde dabei unterstützen, den Weg in einer hohen Qualität umzusetzen. Dazu ist auch die SVR in die Projektentwicklung involviert. Alle anliegenden Kommunen haben ihre Kooperationsbereitschaft zugesagt, und auch das Radverkehrskonzept für den Landkreis Holzminden, welches zurzeit ebenfalls im Rahmen eines LEADER-Projekts erarbeitet wird, berücksichtigt die Planungen für die Panoramatour auf der Hochebene. Die notwendigen Gestattungsverträge mit den Grundeigentümern werden zurzeit verhandelt und bis zur Antragsstellung vorliegen.

Das Projekt entspricht einer „Kommunalen Rad-Rundtour“, wie sie im fortgeschriebenen REK auf Seite 74 für das Handlungsfeld „Freizeit und Tourismus“ bzw. im dort zugeordneten Handlungsfeldziel „Bestehende touristische Angebote optimieren und neue schaffen“ beschrieben wird. Die Panoramatour könnte deshalb auch die erste einer Reihe von Rad-Rundtouren in der Region sein. Gleichzeitig trägt das Projekt dazu bei, einzigartige Erlebnis- und Aussichtspunkte in der Landschaft erfahrbar zu gestalten; damit leistet es einen Beitrag zum Handlungsfeldziel „Die Landschaftswerte kommunizieren und nutzen“ im Handlungsfeld „Natur-, Umwelt- und Klimaschutz“. Eine Stärkung des Radverkehrs ist schließlich immer auch die Unterstützung einer Alternative zum Auto und damit ein Beitrag zum Klimaschutz (Handlungsfeldziel „Dem Klimawandel begegnen“, ebenfalls Handlungsfeld „Natur-, Umwelt- und Klimaschutz“).

Da die Antragstellerin eine Gemeinde ist, kann sie eine LEADER-Förderung auf die Bruttokosten beantragen. Der Fördersatz beträgt dann 65%.

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